Mein schrägstes Ferienerlebnis

Die Mama on the Rocks hat zur Blogparade aufgerufen und ich nehme dies zum Anlass meinen eigenen Blog zu starten. Ich habe ja eh schon lange mit dem Gedanken gespielt und was gibt es denn für einen besseren Anlass als diesen. 

Ich bin schon als Kind viel unterwegs gewesen. Das lag zum einen an meiner reisefreudigen Mutter und zum anderen daran, dass mein Vater als Frachtarbeiter bei der Swissair beschäftigt war. Zu der damaligen Zeit bekamen alle Mitarbeiter der Fluggesellschaft vergünstigte Flugtickets und somit begann auch die Reiserei.

Mein erster Flug (ich war 5), wir fliegen von Zürich ins Tessin. Die Landebahn des Airports ist in der Nähe des Lago Maggiores und so fliegen wir tief über den See. Ich ziehe hektisch den Sichtschutz des Flugzeuges herunter. Meine Mutter fragt nach: „Ja weisch Mami, ich wott nöd gseh wiä mer in See flüge!“ Vorher als wir noch hoch in der Luft oben waren, meinte ich noch zu meinen Eltern: „Wänn sind mer de endlich bim liäbe Gott?“

Aber der absolute Knaller unter den Urlauben war die Reise nach Gran Canaria. Es ging so vieles schief, dass man es für eine Satire halten könnte. Und trotzdem ist es einer der schönsten Urlaube meines Lebens gewesen. Hier also die drei besten Anekdoten aus dieser Reise;

Wir kommen spät Nachts in Gran Canaria an. Leider ist unser eigentliches Hotel überbucht und so müssen wir für diese Nacht in ein anderes Hotel. Meine Mutter und ich sind total übermüdet. Ich bin damals 8 Jahre alt und habe von Technik noch gar keine Ahnung. Jedenfalls hat das Hotel die neueste Technik. Keinen Schlüssel mehr, sondern eine Art Kreditkarte. Ausserdem ist es ein riesiger Hotelkomplex. Um 12 Uhr Nachts verfahren wir uns erst mehrmals mit dem Lift und dann bekommt meine Mutter die Tür nicht auf. Also zurück in den Lift und an die Rezeption. Meine Ma mittlerweile in Tränen aufgelöst durch die Übermüdung und ich heule mit, denn schliesslich weint die Mama. Als die Lifttür aufgeht steht da der Hotelmanager und sieht sich mit zwei Heulbojen konfrontiert. Der Herr erschrickt dermassen, dass er uns persönlich aufs Zimmer begleitet und meiner Mutter die Schlüsselkarte penibel erklärt. Am nächsten Morgen kriegen wir einen riesigen Früchtekorb als Entschuldigung (?!) geschenkt, wir haben wohl mächtig Eindruck hinterlassen…

In diesem Urlaub habe ich auch alle Mitreisenden unterhalten. Mit acht Jahren hatte ich gerade lesen gelernt und wollte diese Fähigkeit ausgiebig testen. Soll heissen ich habe jedes spanische Werbeschild laut, deutlich und mehrmals vorgelesen.

Dann überredete ich meine Mutter zum Kamelreiten. Sie hatte wenig Freude, eigentlich ist ihr ein Pferd schon zu hoch. Nun denn wir sind auf dem Kameltrek da beginnt das hintere Kamel das T-Shirt meiner Mutter zu fressen. Bis zum Ende der Tour ist meine Mutter um ein T-Shirt ärmer, jedoch mit reichlich Kamelspucke ausgestattet. Sie mag bis heute keine Kamele mehr.

So das wars von meiner Seite für die Blogparade, ich freue mich auf die anderen Reiseberichte!

3 Comments on “Mein schrägstes Ferienerlebnis

  • Wie schön, ich freue mich riesig, dass Du an der Blogparade teilgenommen und sogar gleich einen Blog kreiert hast! <33333
    Schreib doch in meinem Post in den Kommentar noch den Link zu Deinem Beitrag, dann sehen es noch mehr Leute. :-)

    LG
    Séverine

    Reply
  • Solch eine “Schlüsselgeschichte” habe ich auch. Das war aber auch neumodisches Zeug damals. ;)
    Ich freu mich auf mehr aus eurem Leben!

    Liebe Grüße,
    Andrea vom Runzelfüßchen Blog

    Reply

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