Frage 3: Waren sie schon einmal in Lebensgefahr?

Leider ja… Als ich meinen Sohn geboren habe, bin ich wohl in Lebensgefahr gewesen. Zumindest deute ich die Aussage meines Arztes, den Aufenthalt auf der Intensivstation und die angehängten Blutkonserven nach dem Kaiserschnitt so. Wie kam es so weit?

Die Geburt meines Sohnes verlief leider nicht wie gewünscht. Der Kleine war ein Sternengucker und so kam es zum Geburtsstopp. Nach einiger Zeit wollte mein Arzt lieber auf Nummer sicher gehen und einen Kaiserschnitt machen. Also ab in den OP und in die Lokalnarkose. Leider spürte ich was da unten passierte und so gab es nochmals eine ordentliche Dosis von was auch immer. Jedenfalls landete ich im Lalaland und kriegte nur noch fetzen mit. 

Ich erinnere mich wie mir mein Junge gezeigt wurde und wie ich ihm sagte das Papa jetzt zu ihm schauen würde. Ich käme dann später nach. Auch weiss ich, dass ich immer wieder fragte ob es meinem Kind gut ginge. Die Antworten weiss ich nicht mehr, deshalb habe ich wohl auch mehrmals gefragt. 

Irgendwann hörte ich den Satz meines Arztes: „Sie blutet immer noch…“ und irgendwie wusste ich, dass etwas nicht stimmte. Als ich wieder mal die Augen öffnete sah ich die Blutkonserve und wusste jetzt das es viel Blut gewesen sein musste. 

Nach einer mir unendlich langen Zeit wurde ich auf die Intensivstation gebracht und war unglaublich traurig das ich nicht auf die Wöchnerinnen Station durfte. Meinen Sohn durfte ich trotzdem sehen. Mein Mann brachte ihn mit der Hebamme auf die Station und ich durfte ihn zum ersten Mal halten. Naja soweit es ging…

Als ich später die Bilder sah, wurde mir das ganze Ausmass bewusst. Ich war weiss wie ein Gespenst. Es sah wirklich fürchterlich aus!

In mir drin erwachte die Kämpferin und ich wollte unbedingt von der Intensivstation runter. Tatsächlich durfte ich am nächsten Morgen auf die Wöchnerinnenabteilung und meine Zeit als Mama begann richtig. 

Mittlerweile habe ich meinen Frieden mit diesem Kaiserschnitt gefunden. Ich kann sogar ehrlich sagen, dass ich keine Angst vor einer weiteren Geburt habe! Deswegen kann ich auch über eine Begebenheit schmunzeln die während der Narkose passierte:

Kurz bevor ich entband, veröffentlichte die Migros eine App zu ihrer Minimania. Darin musste man Regale auffüllen, Preise festlegen und Kunden an der Kasse bedienen. Ich spielte das Spiel oft, sogar noch in der Nacht im Spital bevor die Fruchtblase geplatzt war. 

Ich wurde also unter Narkose gesetzt und was passierte? Ich kriegte eine Art Traum in dem ich in der Migros an der Kasse stand und verzweifelt versuchte eine riesen Menge an Kunden abzukassieren. Es wurden immer mehr, die Regale immer leerer und ich bekam einen riesen Stress. Hätte man mir früher gesagt, dass ich während der Entbindung an der  Kasse stehen würde, ich hätte ihn für verrückt erklärt!

So das wars hiermit,

MQ

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>